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Beim Schweizer Fleckvieh kennt man heute zwei Methoden für die Erfassung der Exterieurmerkmale, nämlich die konventionelle (kantonale) Beurteilung und die Lineare Beschreibung und Einstufung (LBE). Sowohl die LBE als auch die Beurteilung sind Selektionsinstrumente. Beide Methoden können bei der Schätzung von Gesamtzuchtwerten beigezogen werden, wobei die LBE wegen ihres grösseren Aussagewertes Priorität geniesst. Für die Zuchtwertschätzung Exterieur der Stiere kommt ausschliesslich die LBE zur Anwendung. Für die Erstellung von computergestützten Paarungsplänen ist es zweckmässig, wenn die Grundlagen für die Zuchtwertschätzung Exterieur der Stiere und der Exterieurbeschrieb der einzelnen Kuh nach der gleichen Methode erfolgen.
Das Punktiersystem kommt heute noch in den Kantonen Bern, Genf, Wallis sowie in einigen Viehzuchtgenossenschaften des Kantons Solothurn zur Anwendung. In allen andern Kantonen werden die Erhebungen über das Exterieur der Kühe nach dem System der Linearen Beschreibung durchgeführt. Die Stiere werden in der Regel punktiert. Die Ausnahme bilden die KB-Stiere der Sektionen Red Holstein und Holstein, welche linear beschrieben werden. |